Spartan Super auf Mallorca

Anreise

02.03.18, 6:30 Uhr: Mein Flug hatte Verspätung. Es gab gefrierenden Regen. Der Flieger und die Bahn mussten enteist werden.

Vorfreude

In Palma angekommen ging es in einer Fahrgemeinschaft zur Abholung der Starterunterlagen. Kurzes Anstehen, Begrüßung bekannter Gesichter und ich hielt meinen Starterpaket (Kopfband und Chip). Anschließend fuhren wir zum Austragungsort – ein Millitär-Gelände. Wir wurden mit einem Millitär-Fahrzeug zum Event-Bereich transportiert – exclusive Einblicke in den Aufbau 🙂 Die Vorfreude stieg.

Raceday

6:20 Uhr: stand ich im Frühstücksraum. Blöd nur, dass das Frühstück erst ab 7:00 Uhr gibt. Eine Kaffeemaschine war an und es lag diverses Gebäck von gestern. Das dürfte reichen.

7:26 Uhr: der Beutel mit Wechselklamotten ist gepackt. Ich begebe mich in das Foje des Hotels. Meine Fahrgemeinschaft ist noch nicht da. Sie verspäten sich? Ja, sie frühstücken noch in Ruhe. Ich mache mir kein Kopf, wir sind noch gut in der Zeit.

8:03 Uhr: am Ort des Geschehens angekommen gebe ich meinen Beutel ab. Kurze Zeit später wird die Schlange länger. Der Event-Bereich ist klein, Start- und Zielbereich sind kurzläufig erreichbar. Die ersten Sonnenstrahlen stimmen die Spartaner auf ein heißes Rennen ein.

Ich laufe die kurvige Landstraße rauf und runter, mache ein paar Steigungen und positioniere mich im Startbereich. Die Stimmung ist (Spartan)super 🙂 “Ten minits to go” verläutet ein Ordner. Ich bin so aufgeregt! Mich spricht ein Ordner an und zeigt auf mein rechten Schuh. Ich soll den Chip an das Handgelenk befestigen. Oh nein! Der Ordner gibt seinem Kollegen ein Zeichen, dieser verschwindet und taucht zwei Minuten später mit einem Kabelbinder auf. “Five minits to go”. Es werden nochmal die Regeln auf englisch und auf spanisch erläutert. Ich schnüre meinen Schuh auf, nehme den Chip raus, schnüre den Schuh wieder zu und versuche den Chip am rechten Handgelenk zu befestigen. Zum Glück hilft mir ein Athlet dabei. Der Kabelbinder sitzt bombenfest.

9:00 Uhr: ein rosa Rauchkörper wird gezündet. 10, 9, 8, …3, 2, 1 los!

Kurz nach dem Start geht es auf einen Single-Trail. Die schnellen Raketen mussten sich hier in Geduld üben, denn eine Überholung war kaum möglich. Zwei Holzwände später (Over-Under-Walls) sieht die Rennstrecke luftiger aus. Es geht bergauf und ich merke, es fällt mir heute schwer, ich fühle mich nicht frisch. Umso mehr freue ich mich auf die Erfrischung in den zwei Wassergräben (Rolling Mud).

 

 

Am Olympus stelle ich mich besonders doof an und rutsche aus. Kopfband kurz in die Kamera gezeigt mache ich zur Sicherheit 31 Burpees (falls ich mich doch verzählt habe). Am Militäry Carry durften wir zwei Munitionskassetten im Schützengraben tragen. Die gab es leider nicht in ausreichender Anzahl. Hier entstanden kurze Wartezeiten. Einige Teilnehmer haben sich für 30 Burpees entschieden. Ich trug die zwei Kassetten und machte meine obligatorischen Burpees bei der Slackline.

Der Sandback Carry bescherte nicht nur mir weitere 30 Burpees. Hier war die reinste Burpee-Area entstanden, denn die Balancierbalken waren mit dem Schlamm bedeckt. Weiter ging es durch unwegsames Gelände zu einer Lichtung mit schönen steilen Anstiegen links und rechts. Aha! Erst mit der Spartan-Kette auf dem Rücken den steilen Anstieg hoch und wieder runter, um dann auf der anderen Seite noch längere Bergaufpasage zu bezwingen. Diese Bergwanderung wurde von einem Krabelhindernis unterbrochen (Barbwire Crawl). Es geht irgendwann wieder runter, motivierte ich mich. Tatsächlich. Es ging bald bergab. Durch Stock und Stein, Geröll und kniehohes Grass.

Zwei Carry Hindernisse später führte die Strecke zum Event-Gelände. Speerwurf: ich konzentriere mich und werfe. Der Speer trifft den Strohballen bleibt aber nicht stecken… Das Prozedere ist bekannt. Rope Climp liegt mir gut und das Multirig schaffe ich auch. Eine Holzwand drüber, unter den Panzern durch gekrochen stehe ich vor dem Cargo Net. Dieser Riese! Ruhig atmen und langsam vorsichtig gehen. Nach einer Abkühlung in dem Panzer-Waschbecken überwinde ich das bewässerte A-Frame. Fire Jump! Geschafft.

Fazit: eine coole Lokation, anspruchsvolle Laufstrecke, super Stimmung, sehr starkes internationales Teilnehmerfeld.

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